Auf Grund so mancher Nachfrage, möchte ich doch mal ein Wort zur Genauigkeit der einzelnen Wetterdaten sagen und mal ein bisschen über die Technik erzählen.
Der Luftdruck:
Der Luftdruck wird heute ziemlich genau mit einer einfachen Messzelle erfasst und hat selbst bei rel. günstigen
Geräten eine gute Genauigkeit. Meine Wetterstation wird immer wieder sporadisch mit dem Wetterdienst verglichen
und mittels Korrekturfaktor ggf. angeglichen.
Es war bisher noch nie nötig.
Die Luftfeuchtigkeit:
Auch hier gibt es standard Messzellen, die aber durchaus eine Ungenauigkeit von 5% aufweisen können. Selbst teure Messzellen schaffen
es nicht unter 3% Genauigkeit. Die Luftfeuchtigkeit gehört für mich zum unwichtigsten Messwert einer Wetterstation.
Obwohl die Luftfeuchtigkeit natürlich sehr zum Wohlbefinden beiträgt.
Die Temperatur:
Hier wird es zum ersten Mal knifflig.
Hier geht es weniger um die Genauigkeit der Messzelle, als vielmehr um Standort und Einsatz.
Meine Messzelle steht entfernt von Gebäuden und im Vollschatten. D.h. sie bekommt zu keiner Zeit
direkte Sonneneinstrahlung. Ausserdem besitze ich eine Aktiv-Belüftung. Wenn die Sonne scheint
übernimmt ein rel. starkes Solarpanel die Stromversorgung für einen Lüfter, der immer Frischluft
um die Zelle bläst um eine mögliche Stauwärme zu verhindern.
Wenn man so etwas nicht macht, führt das dazu, dass selbst die kleinste Wolke nicht für eine
Abkühlung an der Zelle sorgt (selbst, wenn die Lufttemperatur dann um 1°C fällt).
Man kann so etwas immer schnell bei so mancher Wetterstation erkennen. Sie haben schnell mal 33°C, obwohl
es in Wirklichkeit nur echte 30°C sind.
Die Regenmenge:
Wohl die komplizierteste und aufwendigste Messung, wenn man es denn genauer haben will.
Die Messung nach dem Regenwippenprinzip bedarf immer wieder der Kontrolle, Überprüfung und Reinigung.
Bei meiner Wetterstation handelt es sich um eine recht genaue "DAVIS VANTAGE PRO", die eine sehr gute
Regenerfassung hat und ziemlich genau ist.
So eine Regenmessung hat bei guter Pflege eine Genauigkeit, die für meine Begriffe so bei unter 10% liegt.
Ich muß eher schmunzeln über Leute, die behaupten, sie hätten etwas genaueres. Auch bin ich immer wieder erstaunt,
dass bei einigen Wetterstationen immer irgendwie ein Monsum runterkommt. :-)
Mein Regenmesser verfügt ausserdem über eine zuschaltbare Heizung, um auch im Winter evt. Schnee und Hagel
zu verflüssigen.
Übrigens:
Ich verfüge über eine Ersatz-Wetterstation, die im Bedarfsfall einspringen kann. Ein Unterschied besteht nur in der
Temperaturmessung, die bei der Ersatzstation bodennah stattfindet um bei Bodenfrost zusätzliche Informationen
zu liefern.
Hier kann ich euch mal zeigen, wie die für den Kreis Stade recht glimpflich abgelaufene Nacht vom 26.08. auf den 27.08.
so an Werten bei den beiden Stationen war.
Hier die Werte der Hauptstation: